Das Duale Gymnasium – Abitur mit Zukunft

Dr. Carl-Heiner Schmid präsentiert das Bildungsmodell Abitur und Gesellenbrief bei einer Pressekonferenz in Berlin.

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Das Duale Gymnasium macht Schule

Seniorchef der Unternehmensgruppe Heinrich Schmid präsentiert in der Bundespressekonferenz das Projekt Abitur und Gesellenbrief 

Das Projekt Abitur und Gesellenbrief präsentierte der Reutlinger Unternehmer Dr. Carl-Heiner Schmid am 1. Oktober im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin. Als praktisches Beispiel, wie eine Flexibilisierung der gymnasialen Oberstufe aussehen kann, erläuterte der Seniorchef der im Bausektor tätigen Unternehmensgruppe Heinrich Schmid das von ihm initiierte duale Gymnasium im Rahmen einer Buchvorstellung der Initiative „Flexible Oberstufe“.

Schmid hat sein Modell in einem Kapitel des Bandes „Die flexible Oberstufe – Wie Schulen Freiräume schaffen und nutzen“ beschrieben. „Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Modell jungen Menschen Sicherheit und Freiheit auf ihren Lebensweg mitgeben“, betonte der Unternehmer im Rahmen der Buchvorstellung. Inzwischen haben die ersten fünf Absolventinnen und Absolventen des dualen Gymnasiums Abitur und Gesellenbrief in der Tasche. Zwei von ihnen begleiteten den Unternehmer nach Berlin und haben den Anwesenden über ihre Erfahrung berichtet. 

Vier Jahre vor dem Abitur starten die Schülerinnen und Schüler parallel zur Schule mit einer handwerklichen Ausbildung im Unternehmen. „Für mich war das optimal, weil ich gerne etwas mit den Händen mache“, zieht die Abiturientin Lejna Sabljo Bilanz.

Vor fünf Jahren ist die Unternehmensgruppe Heinrich Schmid mit dem Bildungsmodell „Duales Gymnasium“ an den Start gegangen. Die Idee: neben der Schule die Ausbildung im Handwerk zu absolvieren und gleichzeitig mit Abitur und Gesellenbrief abzuschließen.  Das Duale Gymnasium hat als Pilotprojekt am Evangelischen Firstwald Gymnasium Kusterdingen mit einem Heinrich Schmid Standort begonnen. Mittlerweile sind es sieben Gymnasien und zehn Standorte in Baden-Württemberg an denen sich über 50 Schülerinnen und Schüler beteiligen. Auch international findet das Modell bereits Interesse.

Pro Schuljahr werden die Ausbildungsinhalte auf neun Wochen verteilt. Da dies nicht Teil des offiziellen Schulbetriebs ist, arbeiten die Schülerinnen und Schüler einige Wochen in ihren Ferien mit. Am Ende stehen ein staatlich anerkannter Berufsabschluss und das Abitur. Die Rückmeldungen von den Schulen sind durchweg positiv. Die Beteiligten lernen durch die handwerkliche Ausbildung in der Schule effektiver und zielgerichteter zu arbeiten. Lejna Sabljo hat es so gut gefallen, dass sie dem Unternehmen treu bleibt. Die gelernte Bauten- und Objektbeschichterin startet im Oktober mit ihrem dualen Studium bei Heinrich Schmid.

 



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