Gut behütet

Ob Flachdach oder Steildach – die Dachdeckung muss ein Gebäude zuverlässig vor Witterungseinflüssen schützen. Neben der Funktion ist auch die Optik wichtig.

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Dachdeckerarbeiten

Energie sparen & mehr

Über 10 Millionen Dächer in Deutschland sind sanierungsbedürftig. Eine jährliche Sanierungsquote von zwei Prozent brächte allein bei Wohngebäuden eine CO2-Einsparung von 49 Millionen Tonnen bis 2030, so eine aktuelle Studie. Doch eine Dachsanierung spart nicht nur Energie, sie schützt auch die Gebäudesubstanz, sorgt für den Werterhalt der Immobilie und bietet noch weitere Vorteile.

So vielfältig wie die Dachformen, so vielfältig ist auch das Gewerk des Dachdeckers. So stellt beispielsweise ein Flachdach ganz andere Anforderungen an eine Dachabdichtung als ein Satteldach. Hier zuerst ein kleiner Überblick der gebräuchlichsten Dachformen.

Dachformen
Flachdach

Dächer mit einer Dachneigung von weniger als 10 Grad bezeichnet man gemeinhin als Flachdach. Den Schutz vor Witterung und eindringendem Wasser übernimmt beim Flachdach die Dachabdichtung. Ein traditionelles Material hierfür ist Bitumen. Bitumenabdichtungen von Dächern soll es, glaubt man dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot, bereits 3.000 v. Chr. gegeben haben.

Vorteile von Flachdächern
  • Nutzungsmöglichkeit des Daches als Dachterrasse, begrünte Fläche, Parkplatz, o. ä.
  • Geringes Eigengewicht der Dachabdichtung
  • Gute Belichtungsmöglichkeit durch Lichtkuppeln
  • Kostengünstig
Nachteile von Flachdächern
  • Wartungsintensiver als Steildächer
  • Empfindlicher hinsichtlich Alterung und Feuchtigkeitseintritt
  • Entsorgungsproblematik alter Bitumen- und Kunststoffabdichtungen
Satteldach / Giebeldach

Das Satteldach ist die häufigste Dachform. Zwei sich gegenüberliegende Dachflächen treffen im Dachfirst zusammen. Die beiden Gebäudeseiten ohne Dachfläche bezeichnet man als Giebel. Die Bauweise von Satteldächern ist einfach, ihre Stabilität sehr hoch.

Vorteile von Satteldächern
  • Einfaches Konstruktionsprinzip
  • Sehr stabil
  • Preisgünstig
  • Beständig gegen Witterungseinflüsse
  • Dachdeckung mit natürlichen Materialien (Schiefer, Tonziegel) möglich
Nachteile von Satteldächern
  • Belichtungsmöglichkeit nur über Dachfenster und Giebelfenster möglich
  • Wohnraumverlust bei flachen Dächern
Grabendach / Trogdach

Ein Grabendach ist im Grunde ein umgekehrtes Satteldach. Die geneigten Dachflächen treffen sich nicht im höchsten Punkt – dem First – sondern im tiefsten Punkt. Der wird „Graben“ genannt. Eine vergleichbare Dachform ist das Trogdach. Das größte Problem dieser Dächer: Das Wasser wird nicht vom Gebäude weg sondern in die Mitte des Gebäudes abgeleitet. Das bringt die Gefahr von Undichtigkeiten mit sich. Auch die Schneeräumung ist bei diesen Dächern problematisch.

Pultdach

Das Pultdach ist eine Alternative zum Flachdach. Es hat nur eine schräge Dachfläche. Es gilt als moderne Dachform und liegt bei modernen Wohnneubauten derzeit im Trend.

Vorteile von Pultdächern
  • Einfache Bauweise
  • Kostengünstig
  • Für Photovoltaik-Anlagen gut geeignet
  • Dachgeschoss ist sehr geräumig
Wärmedämm-Verbundsystem

Unser Spektrum reicht vom klassischen Wärmedämmsystem über die ökologische Fassadendämmung bis hin zur hinterlüfteten Fassade.

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Nachteile von Pultdächern
  • Geringer Witterungsschutz an der Firstwand (Hohe Wand)
Sheddach

Sheddächer werden auch als „Sägezahndächer“ bezeichnet. Die Dachform ist vor allem bei Fabrikhallen verbreitet. Sie besteht aus mehreren kleinen Pult- oder Satteldächern. Die steilere Dachfläche ist meist als Fensterfläche nach Norden hin ausgebildet.

Vorteile von Sheddächern

Dächer mit einer Dachneigung von weniger als 10 Grad bezeichnet man gemeinhin als Flachdach. Den Schutz vor Witterung und eindringendem Wasser übernimmt beim Flachdach die Dachabdichtung. Ein traditionelles Material hierfür ist Bitumen. Bitumenabdichtungen von Dächern soll es, glaubt man dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot, bereits 3.000 v. Chr. gegeben haben.

Nachteile von Sheddächern
  • Wartungsintensiv
  • Neigung zu Undichtigkeiten wegen Schnittstellenproblematik bei unterschiedlichen Materialien
Nachteile von Flachdächern
  • Wartungsintensiver als Steildächer
  • Empfindlicher hinsichtlich Alterung und Feuchtigkeitseintritt
  • Entsorgungsproblematik alter Bitumen- und Kunststoffabdichtungen
Walmdach

Das Walmdach ist eine Dachkonstruktion mit Dachschrägen an allen vier Gebäudeseiten. Die Dachfläche auf der Giebelseite nennt man „Walm“. Der Walm macht das Dach stabil und schützt die Giebel vor der Witterung. Eine Sonderform ist das Krüppelwalmdach. Bei ihm ist die Dachfläche am Giebel verkürzt.

Vorteile von Walmdächern
  • Giebelflächen sind gut vor Witterung geschützt
  • Sehr stabil
  • Optisch ansprechend
Nachteile von Walmdächern
  • Aufwendige Konstruktion
  • Hohe Kosten
  • Keine senkrechten Fenster im Giebel möglich, stattdessen nur Dachfenster
Fußwalmdach

Das Fußwalmdach besitzt, wie das Walmdach auch, geneigte Dachflächen an den Giebelseiten. Jedoch reichen diese Walme nicht bis zum First sondern enden im unteren Bereich. Darüber bleibt eine senkrechte Giebelfassade sichtbar.

Zeltdach / Spitzdach

Das Zeltdach finden wir vor allem als Dach bei (Kirch-) Türmen und anderen Gebäuden mit gleichseitigem Grundriss. Es besteht aus mehreren Dachflächen, die sich in einem gemeinsamen Firstpunkt treffen.

Mansarddach / Mansardendach

Das Mansarddach entspricht einem Satteldach, bei welchem die unteren Dachflächen steiler abgeknickt sind. Durch die dann steilere Dachfläche entsteht zusätzlicher Dachraum, der gerne als Wohnraum (Mansardenwohnung) genutzt wird.

Vorteil von Mansarddächern
  • Raumgewinn im Dachgeschoss
  • Optisch ansprechend
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Nachteil von Mansarddächern
  • Aufwändige Konstruktion
  • Für Solarenergie schlecht nutzbare Dachflächen
  • Teils aufwändige Dachfensterlösungen
Tonnendach

Das Tonnendach ist gewölbt und bildet im Querschnitt meist einen Halbkreis. Die Dachform trifft man am ehesten bei Industriebauten an. Aus Gusseisen und Stahlträgern gefertigt, findet man Tonnendächer aber auch als Überdachung von Bahnhofshallen oder Markthallen. Im Wohnungsbau sind solche Dächer selten.

Vorteile von Tonnendächern
  • Gute statische Eigenschaften
  • Außergewöhnliche Optik
Nachteile von Tonnendächern
  • Wartungsintensiv
  • Neigung zu Undichtigkeiten wegen Schnittstellenproblematik bei unterschiedlichen Materialien
Nachteile von Flachdächern
  • Aufwändige Konstruktion
  • Kostspielig
Bogendach

Als „Bogendach“ werden Dächer bezeichnet, deren Tragwerk sich aus Bögen zusammensetzt. Die Dachform ist also mehr oder weniger gerundet. Eine Sonderform ist das Tonnendach.

Kuppel

Eine besondere Dachform ist die Kuppel. Kuppelbauten gehören zu den ältesten Architekturformen überhaupt. Sie sind auf der ganzen Welt verbreitet. Der größte Kuppelbau steht in Arlington, Texas. Die Kuppel des dortigen Football-Stadions hat einen Durchmesser von 275 Metern. Ein bekannter Kuppelbau ist auch das Pantheon in Rom mit 43,40 Metern im Durchmesser. Das klingt zwar vergleichsweise bescheiden, jedoch war das Pantheon von seinem Bau im 2. Jhd. n. Chr. bis ins 15. Jahrhundert, also über 1.300 Jahre lang, der größte Kuppelbau der Welt. Eine Sonderform von Kuppeldächern kennen wir in Form von Zwiebeltürmen auf Kirchen.

Dachdeckerarbeiten
Dachdeckung

Egal ob Flachdach oder Steildach – die Dachdeckung muss das Haus zuverlässig vor Witterungseinflüssen schützen. Neben funktionalen Gesichtspunkten ist bei Dächern natürlich auch das Aussehen wichtig. Dächer sind ein wichtiges Gestaltungselement in der Architektur. Unsere qualifizierten Dachdecker sorgen für beides – für eine funktionierende Konstruktion und ein gelungenes Design.

Durch moderne und innovative Dachziegel, Dachsteine oder Metalleindeckungen gestalten wir neue Steildächer individuell und zeitgemäß. Bei historischen Gebäuden oder bei Altbauten setzen wir entsprechende Materialien für die denkmalpflegerische Instandsetzung oder Erneuerung ein.

Bei der Abdichtung von Flachdächern stimmen wir die Abdichtungssysteme auf die vorhandene Konstruktion ab. Man unterscheidet dabei zwischen

  • Warmdach (einschaliges Dach): Das Flachdach erhält zuerst eine Dämmung. Auf dieser Dämmung wird dann die Abdichtungsebene hergestellt.
  • Umkehrdach: Es heißt nicht zufällig so. Zuerst wird das Dach abgedichtet. Auf die Dichtung folgt die Dämmung.
  • Kaltdach: Hierbei handelt es sich um ein zweischaliges Dach. Zwischen Dämmung und darüber liegender Abdichtung befindet sich ein hinterlüfteter Raum

Für die Abdichtung von Flachdächern kommen unter anderem Bitumenbahnen oder Kunststoffbahnen zum Einsatz. Bei vielen Durchdringungen durch Rohrleitungen und technische Einbauten kann auch Flüssigkunststoff das geeignetere Abdichtungsmaterial sein.

Holzkonstruktionen

Holz ist ein umweltfreundlicher weil nachwachsender Rohstoff. Einheimische Bauhölzer wie Eiche, Fichte oder Tanne sind besonders nachhaltig. Holz besitzt exzellente Wärmedämm- und Wärmespeichereigenschaften. Seine Zug- und Druckfestigkeit ist ebenfalls vorbildlich. Das macht Holz vor allem auch in erdbebengefährdeten Gebieten als Baustoff für Häuser so beliebt. Wir setzen Holz ein für die Fertigung von Dachstühlen, Dachgauben, Vordächer, Balkone, Terrassen, Carports, Garagen, u. a.

Dachgeschossausbau

Mit dem Trockenbau Dachausbau schaffen wir mehr Raum, mehr Klima und mehr Dämmung aus einer bereits vorhandenen Fläche.

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Dachgeschossausbau

An einem Dachgeschossausbau sind unterschiedliche Gewerke beteiligt: Installateure, Elektriker, Trockenbauer, Fliesenleger, Maler, Bodenleger, … Wir übernehmen die Koordination dieser Gewerke und bieten alle Leistungen aus einer Hand. Dabei arbeiten wir mit eigenen Standorten ebenso erfolgreich zusammen wie mit langjährigen, zuverlässigen Nachunternehmen. Der große Vorteil: Sie, als Bauherr, haben nur einen Ansprechpartner – nämlich uns.

Dachfenster

Bei modernen Dachgeschossausbauten sind Dachfenster ein unverzichtbares Gestaltungsmittel. Dabei lassen sich bestehende Dachfenster erneuern oder durch eine vergrößerte Öffnung beliebig erweitern. Dachfenster gibt es für jede Raumsituation: Schwingfenster, Klappschwingfenster, Panoramafenster, Solarfenster

Moderne Dachfenster lassen sich auf Wunsch auch elektronisch steuern. Damit übernehmen Dachfenster beispielsweise das automatische, mehrmalige Lüften der Dachgeschosswohnung, ohne dass Sie auch nur einen Gedanken daran verschwenden müssen. Ein integrierter Regensensor schließt bei einsetzendem Regen natürlich selbstständig das Fenster.

Auch in Sachen Sonnen- und Hitzeschutz lassen sich Dachfenster mit entsprechenden automatisierten Rollos ausstatten. Sie sorgen zusätzlich für ein gutes Raumklima unterm Dach.

Lichtkuppeln

Bei Gebäuden mit Flachdach ist eine natürliche Belichtung innenliegender Räume und Flure oft nicht gegeben. In solchen Fällen sind Flachdachfenster oder Lichtkuppeln eine Lösung. Sie sorgen für zusätzliches Tageslicht und Frischluft. Wir verwenden ausschließlich Lichtkuppeln namhafter Qualitätshersteller mit entsprechender Garantie. Sie überzeugen durch exzellente Wärmedämmeigenschaften und reduzieren zudem den Schall. Spezialglasscheiben vermindern eventuelle Regengeräusche auf ein Minimum. Als Schutz vor einsetzendem Regen sind die Fenster zudem mit Regensensoren ausgestattet.

Dachgeschossdämmung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Gebäudehülle zu dämmen. Im Dachbereich setzen wir folgende Dämmmaßnahmen ein:

Aufsparrendämmung: Die Dämmung wird außen auf den Sparren aufgebracht. Dazu muss vorher das Dach abgedeckt werden. Das macht diese Art der Dämmung aufwendig und teuer. Dafür hat man keinerlei Wärmebrücken und die effektivste Form der Dachdämmung.

Zwischensparrendämmung: Die Dämmung erfolgt zwischen den Sparren. Die Arbeiten können vom Gebäudeinneren aus erledigt werden. Kein Wohnraum geht verloren. Allerdings bleiben die Sparren als Wärmebrücke bestehen. Eine einfache, günstige Art ein Dach zu dämmen, jedoch nicht so wirkungsvoll wie die Aufsparrendämmung

Untersparrendämmung: Die Dämmung erfolgt im Innern des Gebäudes, unter den Sparren. Diese Dämmmethode ist als Ergänzung zur Zwischensparrendämmung zu sehen. Die Sparren werden damit zusätzlich gedämmt und die Wärmebrücken dadurch minimiert. Etwas Wohnfläche – und vor allem Standhöhe – geht durch die zusätzliche Dämmung im Innenraum verloren.

Falls Sie eine Dämmung des Daches in Betracht ziehen, beraten wir Sie im Vorfeld über die verschiedenen Möglichkeiten und unterbreiten ihnen ein wirtschaftliches Angebot, welche sämtliche örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt.

Holzkonstruktionen
Erneuerbare Energien

Wer möchte heutzutage keine umweltfreundliche Energie oder Wärme erzeugen? Mit einer Solar- oder Photovoltaikanlage auf dem Dach schont man die Umwelt und spart langfristig Kosten. Wir beraten Sie über technische Möglichkeiten, steuerliche Vorteile und Förderprogramme. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen eine Rentabilitätsrechnung. Folgende Systeme sind denkbar:

Aufdachsysteme: Die Solar- oder Photovoltaikmodule werden auf die Dacheindeckung installiert. Wir passen die Module an die Anforderungen und räumlichen Gegebenheiten an.

Indachsysteme: Eine ästhetische Lösung, bei der die PV-Module die Dacheindeckung flächig ersetzen. Die Anlage fügt sich lückenlos in die Architektur ein. Die von uns installierten Systeme sind absolut regensicher und erfüllen alle Funktionen einer Dachdeckung.

Dachbegrünung

Eine Dachbegrünung erfüllt eine Vielzahl von Funktionen. Zum einen schützt sie die Dachabdichtung vor Witterungseinflüssen. Eine Dachbegrünung wirkt zudem als Klimaanlage indem sie Niederschläge speichert und langsam verdunsten lässt. Das reguliert die Temperatur. Außerdem gelten grüne Dächer als Ausgleichsfläche für durch Gebäude und Verkehrswege versiegelte Böden.

Dachwartung

Hauseigentümer müssen die bauliche Substanz ihres Gebäudes regelmäßig kontrollieren und damit sicherstellen, dass davon keine Gefahren ausgehen. Aufgrund des Klimawandels und damit einhergehenden Unwetterkatastrophen sieht die aktuelle Rechtsprechung selbst in Windstärken von über 10 Beaufort heutzutage „keine außergewöhnliche Witterungseinflüsse“ mehr. Das heißt, entsprechende Sturmschäden seien vom Hausbesitzer „abwendbar“ gewesen. Gut beraten ist also, wer sein Dach regelmäßig warten lässt. Damit lassen sich einerseits hohe Reparaturkosten sparen und andererseits ist man rechtlich auf der sicheren Seite.

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