Zum Inhalt springen

Brandschutz im Kreisschulzentrum Offenburg: 422 dokumentierte Abschottungen

Offenburg

Bau A, Bau B und Bau C brandschutztechnisch ertüchtigt – im laufenden Schulbetrieb

Bestandsgebäude aus mehreren Bauphasen tragen in ihren Untergeschossen die Spuren jeder nachträglichen Installation: Leitungen, die durch Wände und Decken geführt wurden, ohne dass der Brandabschnitt anschließend wieder verschlossen wurde. Im Brandfall wandern Rauch und Feuer genau durch diese Öffnungen weiter. Über Geschosse hinweg und, im Fall des Kreisschulzentrums Offenburg, über unterirdische Verbindungsgänge auch von Gebäude zu Gebäude. Das Landratsamt Ortenaukreis hat diesen Zustand als Schulträger für die Bauten A, B und C beheben lassen. Heinrich Schmid Offenburg hat die Untergeschosse aller drei Gebäude brandschutztechnisch ertüchtigt: 422 Abschottungen, hergestellt mit zugelassenen Systemen, einzeln gekennzeichnet und vollständig dokumentiert. Am Standort Offenburg arbeiten über 120 eigene Fachhandwerker und 12 Handwerksmeister. Die Ausführung verantworteten mit Lukas Wenk und Etem Karakus zwei EIPOS-zertifizierte Brandschutzfachkräfte. Die Arbeiten liefen in mehreren Abschnitten außerhalb der Ferien, also im laufenden Schulbetrieb.


Projekt Brandschutzertüchtigung der Untergeschosse in Bau A, Bau B und Bau C des Kreisschulzentrums Offenburg
Mengen-Highlights 422 gekennzeichnete Brandschutzabschottungen · fast 180 Schottungen an Elektro- und Datenleitungen · über 35 Rohrschottungen · über 110 abgedeckelte Deckenfehlstellen · fast 20 m Deckenanschluss an Rippendecke
Leistungen Brandabschottungen F90, Brandschutzklappen T30 und T90, Bekleidungen mit Brandschutzplatten, Ausführungskennzeichnung mit QR-Code, digitale Revisionsdokumentation
Ausführungszeitraum Juni 2024 bis November 2025, rund 18 Monate in mehreren Abschnitten im laufenden Schulbetrieb
Ansprechpartner Lukas Wenk, Abteilungsleiter Trockenbau & Brandschutz, Brandschutzfachkraft (EIPOS) · 0781 60587-0

Die Aufgabe: Brandabschnitte im Bestand wiederherstellen

Das Kreisschulzentrum Offenburg an der Zähringerstraße besteht aus mehreren Baukörpern, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Die Bauten A und B nutzen die Kaufmännischen Schulen, Bau C die Helene-Lange-Schule. Unterirdische Gänge verbinden die Gebäude; durch sie laufen Heizung, Trinkwasser, Schmutzwasser sowie Elektro- und Datenleitungen.

In den Untergeschossen führten diese Leitungen an zahlreichen Stellen durch Bauteile, die das Brandschutzgutachten als F90 einstuft. Dazu kamen offene Deckenfehlstellen, nicht geschlossene Ringspalte um Medienleitungen, überalterte Brandschutzklappen und Wanddurchbrüche mit Kabelbündeln.

Die Aufgabe war klar umrissen: Jede dieser Öffnungen mit einem für Bauteil und Leitung zugelassenen System schließen, die Ausführung dauerhaft kennzeichnen und den Gesamtbestand so dokumentieren, dass er für Betreiber, Sachverständige und Behörden nachvollziehbar bleibt. Genau das ist der Kern von baulichem Brandschutz im Bestand. Nicht nur die einzelne Maßnahme, sondern der lückenlose Nachweis über alle Bauteile hinweg.



Ausführung: 422 Abschottungen in drei Gebäuden

Heinrich Schmid Offenburg hat die Untergeschosse der Bauten A, B und C getrennt bearbeitet. Jedes Gebäude erhielt eine eigene Baustelleneinrichtung, eine eigene Positionsstruktur und eine eigene Ausführungsdokumentation.

Bau A – 207 Abschottungen

Der umfangreichste Abschnitt. Über 90 Schottungen an Einzelleitungen und Kabelbündeln, vier davon in einer F90-Unterdecke. Sechs Schottungen an Heizungsfern- und Heizungsverteilleitungen bis DN 240. Über 35 Deckenfehlstellen mit Brandschutzplatten abgedeckelt, sieben Deckendurchbrüche einzeln verschlossen. Ringspalte an Medienleitungen von einem halben Zoll bis 75 Millimeter geschlossen. Fast 20 Meter Deckenanschluss einer Trennwand an die Rippendecke brandschutztechnisch hergestellt. Drei Bestands-Brandschutzklappen zurückgebaut und durch Klappen der Klasse T30 ersetzt, ein Türelement T30 mit Türschließer gesetzt, der untere Abschluss eines Installationsschachts in F90 ausgeführt.

Bau B – 170 Abschottungen

80 Schottungen an Einzelleitungen und Kabelbündeln, davon 13 mit mehr als zehn Leitungen. 14 Rohrschottungen an Heizungs-, Trinkwasser- und Schmutzwasserleitungen, unter anderem an Wicu-Rohren und an Kunststoffleitungen der Nennweiten DN 50 und DN 100. Über 70 Deckenfehlstellen abgedeckelt. Der größte Einzelposten des gesamten Projekts. Dazu die Abschottung des unterirdischen Verbindungsgangs und eine neue Brandschutzklappe der Klasse T90.


Bau C – 45 Abschottungen

Über 15 Rohrschottungen an Heizungsstahlrohren bis DN 180, an einer Wasserleitung DN 80 sowie an Schmutzwasserleitungen DN 50 und DN 100. Acht Schottungen an Kabelbündeln, vier abgedeckelte Deckenfehlstellen, eine Brandschutzklappe im Format 50 mal 70 Zentimeter. Der Verbindungsgang zu Bau A wurde in F90 ausgeführt.

Gebäudeübergreifend kamen über 20 Meter Fugenabdeckung mit Brandschutzplatten sowie drei Promat-Rahmen um Lüftungsbauteile hinzu. Die angrenzenden Arbeiten im Trockenbau kamen aus demselben Haus.

Kennzeichnung und Dokumentation: 422 Abschottungen, 422 Nachweise

Bauliche Brandschutzmaßnahmen sind nur so viel wert wie ihr Nachweis. Eine Abschottung, die im Prüftermin niemand zuordnen kann, ist praktisch wertlos.

Jede der 422 Abschottungen trägt ein dauerhaftes Kennzeichnungsschild nach DIN EN 13501-1 beziehungsweise ETA EN 1366-3. Darauf stehen das eingesetzte System, die Feuerwiderstandsklasse, das Ausführungsdatum, eine fortlaufende Schott-Nummer und ein QR-Code. Ausführender Betrieb, Anschrift und Telefonnummer sind ebenfalls vermerkt. Auch in zehn Jahren ist damit nachvollziehbar, wer welche Maßnahme wann und mit welchem System hergestellt hat.

Für jedes der drei Gebäude wurde die Ausführungsdokumentation separat erstellt und digital übergeben: eindeutige Zuordnung aller Abschottungen, Angaben zu den eingesetzten Systemen und Fotodokumentation. Die Abnahme ist erfolgt.

Für Betreiber ist dieser Nachweis der eigentliche Wert der Maßnahme. Er trägt durch jede Begehung, jeden Betreiberwechsel und jede spätere Nachrüstung.

Ingenieurleistungen im Brandschutz

Ausführung im laufenden Schulbetrieb

Die Arbeiten liefen von Juni 2024 bis November 2025, also rund 18 Monate. Nicht in den Ferien, sondern in mehreren Abschnitten während des regulären Unterrichtsbetriebs.

Das verändert die Planung grundlegend. Die Untergeschosse führen genau die Versorgung, die der Schulbetrieb braucht: Heizung, Trinkwasser, Elektro- und Datentechnik. Die Abschnitte wurden deshalb so zugeschnitten, dass Technikräume und Verbindungsgänge nur zeitlich begrenzt belegt waren. Nach jedem Abschnitt erfolgte die besenreine Übergabe des Arbeitsbereichs.

Für Betreiber öffentlicher Gebäude in Offenburg, Kehl, Lahr und Achern ist das der entscheidende Punkt: Eine Brandschutzertüchtigung im Bestand lässt sich planen, ohne den Betrieb stillzulegen. Dieselbe Logik nutzen wir bei der Instandhaltung für Hausverwaltungen und Betreiber.


Projektdaten im Überblick

Objekt Kreisschulzentrum Offenburg, Bau A, Bau B und Bau C
Adresse Zähringerstraße 37–41, 77652 Offenburg
Bauherr Landratsamt Ortenaukreis, Badstraße 20, 77652 Offenburg
Nutzer Kaufmännische Schulen Offenburg (Bau A und B), Helene-Lange-Schule Offenburg (Bau C)
Gewerke Heinrich Schmid Bauliche Brandschutzabschottung, Brandschutzklappen, Bekleidung mit Brandschutzplatten, Ausführungskennzeichnung, Revisionsdokumentation
Gesamtbauzeit Juni 2024 bis November 2025, rund 18 Monate in mehreren Abschnitten
Zugangssituation Untergeschosse und unterirdische Verbindungsgänge, laufender Schulbetrieb
Abnahme Erfolgt

Warum Heinrich Schmid Offenburg

Brandschutz im Bestand verlangt zwei Dinge gleichzeitig: handwerkliche Ausführung nach Zulassung und lückenlose Dokumentation. Beides liegt bei Heinrich Schmid Offenburg in einer Hand.

Am Standort Offenburg arbeiten über 120 eigene Fachhandwerker und 12 Handwerksmeister. Die Brandschutzabteilung führen zwei EIPOS-zertifizierte Brandschutzfachkräfte: Lukas Wenk als Abteilungsleiter Trockenbau und Brandschutz, Etem Karakus als Projektleiter Innenausbau und Brandschutz. Angrenzende Gewerke wie Trockenbau, Maler und Bodenbeläge kommen aus demselben Haus.

Für den Auftraggeber bedeutet das: Ein Ansprechpartner über alle Bauabschnitte, eine durchgehende Dokumentationslogik, ein Verantwortlicher bei der Abnahme. Alles aus einer Hand. Das reduziert Schnittstellen und beschleunigt den Baufortschritt.

Baulicher Brandschutz im gesamten Ortenaukreis

Heinrich Schmid Offenburg führt Brandschutzabschottungen, Bekleidungen mit Brandschutzplatten und Revisionsdokumentationen in Offenburg, Lahr, Kehl, Achern, Oberkirch, Ettenheim, Rheinau, Gengenbach, Zell am Harmersbach und Renchen, sowie im gesamten Ortenaukreis aus.

Schulen, Verwaltungsgebäude, Industriehallen, Pflegeeinrichtungen und Wohnanlagen: Was im Kreisschulzentrum Offenburg umgesetzt wurde, ist auf jeden Bestand übertragbar, in dem Brandabschnitte wiederhergestellt und nachgewiesen werden müssen. Wir erfassen den Bestand systematisch, ordnen jede Durchführung einem bauaufsichtlich zugelassenen Abschottungssystem zu und übergeben eine vollständige, prüffähige Dokumentation für einen sicheren und reibungslosen Prüftermin.

Häufige Fragen zum baulichen Brandschutz im Bestand

Was ist eine Brandschutzabschottung?
Eine Brandschutzabschottung verschließt die Stelle, an der eine Leitung durch eine Wand oder Decke mit Feuerwiderstand führt. Ohne Abschottung wandern Feuer und Rauch durch diese Öffnung in den nächsten Brandabschnitt. Eingesetzt werden zugelassene Systeme. Weichschott, Mörtelschott, Brandschutzplatten, Brandschutzmanschetten oder Brandschutzschaum. Jeweils passend zu Bauteil, Leitungsart und geforderter Feuerwiderstandsklasse.
Warum muss jede Abschottung gekennzeichnet werden?
Weil der Nachweis Teil der Leistung ist. Das Kennzeichnungsschild dokumentiert System, Feuerwiderstandsklasse, Ausführungsdatum und ausführenden Betrieb. Im Kreisschulzentrum Offenburg trägt jede der 422 Abschottungen zusätzlich eine fortlaufende Schott-Nummer und einen QR-Code. Sachverständige, Betreiber und Behörden ordnen damit jede einzelne Maßnahme eindeutig zu.
Lässt sich Brandschutz im laufenden Betrieb ausführen?
Ja. Im Kreisschulzentrum Offenburg wurden die Arbeiten in mehreren Abschnitten außerhalb der Ferien ausgeführt, also während des regulären Schulbetriebs. Voraussetzung ist ein Abschnittszuschnitt, der Technikräume und Verbindungswege nur zeitlich begrenzt belegt, sowie eine saubere Übergabe nach jedem Abschnitt.
Was kostet eine Brandschutzertüchtigung im Bestand?
Das hängt von der Anzahl der Durchführungen, der Bauteilart, den Leitungsarten und der Zugänglichkeit ab. Belastbar wird die Kalkulation erst nach einer Bestandsaufnahme vor Ort. Abgegrenzte Einzelgewerke kalkulieren wir fest. Für den Gesamtumfang einer Bestandsertüchtigung erhalten Sie einen verlässlichen Kostenrahmen mit voller Kostentransparenz. Rufen Sie uns an: 0781 60587-0.
Wer hat den Brandschutz im Kreisschulzentrum Offenburg ausgeführt?
Die Brandschutzabschottungen in den Untergeschossen der Bauten A, B und C hat Heinrich Schmid Offenburg ausgeführt, im Auftrag des Landratsamts Ortenaukreis als Schulträger. Die Ausführung verantworteten Lukas Wenk und Etem Karakus, beide Brandschutzfachkraft (EIPOS). Die Abnahme ist erfolgt.


Referenz Offenburg

Die Leistungen dieser Referenz hat der Standort Offenburg erbracht.

zum Standort

Ansprechpartner



 

Lukas Wenk

Abteilungsleiter Trockenbau & Brandschutz
Brandschutzfachkraft (EIPOS)


 

Etem Karakus

Projektleiter Innenausbau & Brandschutz
Brandschutzfachkraft (EIPOS)


 

Aaron Sehlinger

Abteilungsassistent Trockenbau & Brandschutz
Projektunterstützung

Jetzt bewerben

Wir freuen uns auf deine Bewerbung.

Bewerben in *
Dokumente hochladen
Ihre Anfrage

Schreiben Sie uns gerne eine Nachricht.

Dokumente hochladen