Mit Respekt vor 200 Jahren Geschichte – und einem klaren Plan für die nächsten 200
Kein Projekt für Anfänger. Wenn ein denkmalgeschütztes Wahrzeichen energetisch saniert und um einen modernen Anbau erweitert wird, zählen Erfahrung und handwerkliche Präzision. Heinrich Schmid Offenburg hat das historische Rathaus in Zell am Harmersbach – inklusive des integrierten Anbaus an der ehemaligen Metzgerei Meier – fit für die Zukunft gemacht. Mit kapillaraktiver Innendämmung, authentischen Stuck- und Putzarbeiten, diffusionsoffenem Silikat-Innenanstrich und einem klaren Plan. Präzise umgesetzt durch echte regionale Handwerkskraft: Über 120 eigene Fachhandwerker und 12 Handwerksmeister, die für ihr Werk geradestehen.
| Bauherr | Stadt Zell am Harmersbach |
| Objekt | Historisches Rathaus mit Erweiterungsanbau (ehem. Metzgerei Meier) |
| Schutzstatus | Ensembleschutz Altstadt |
| Fläche / Volumen | rund 2.600 m² / rund 10.000 m³ |
| Mengen-Highlights | über 780 m Gliederung · 1.117 m² Q3-Kalkglattputz · 291 m² kapillaraktive Innendämmung · 696 m² Fassade |
| Investitionsvolumen | 10,5 Mio. € (davon 4,0 Mio. € Städtebauförderung) |
| Heinrich Schmid – Gewerke | Stuckateur, Fassadensanierung, hydrophile Innendämmung, Maler, Akustik-Trockenbau |
| Architekt | Jürgen Strolz |
| Einweihung | Juli 2024 |
| Standort | Zell am Harmersbach – Kinzigtal – Ortenaukreis |
Die Aufgabe: Historische Substanz, moderne Standards
Denkmalschutz verzeiht keine Fehler. Das Ziel in Zell am Harmersbach war klar:
Die Energiekosten der Stadtverwaltung deutlich senken, ohne die historische Fassade auch nur einen Millimeter zu verändern. Eine herkömmliche Außendämmung war völlig ausgeschlossen. Die Lösung musste von innen kommen – und verlangte das perfekte Zusammenspiel von Stuckateuren und Malern.
“Ohne handwerkliches Können ist so ein Projekt nicht möglich.”
— Architekt Jürgen Strolz über die ausführenden Betriebe bei der Einweihung
des Rathauses Zell am Harmersbach (Juli 2024, Quelle: Stadtanzeiger Ortenau)
Fassade & Putz: Substanz retten, Charakter bewahren
Wir haben die Gebäudehülle behutsam auf den neuesten Stand gebracht.
Über 700 Quadratmeter Fassade wurden mit Druckwasser schonend gereinigt
und auf Silikatbasis gefestigt.
+ Handarbeit vom Stuckateur: Risse und Hohlstellen haben unsere Meister händisch egalisiert – über 70 Einzelstellen verschiedenster Größe.
+ Historische Details unangetastet: Der markante Stufengiebel und über 780 Meter architektonische Gliederungselemente blieben original und wurden millimetergenau eingeputzt.
+ Atemaktiver Schutz: Ein mineralischer Kalk-Renovierputz schützt das Mauerwerk
ab sofort vor Witterung, lässt das Gebäude aber weiterhin atmen.
+ Risse dauerhaft im Griff: 47 Meter baudynamische Risse mit Trennvlies und nichtrostendem Putzträger eingebunden – Bewegungen werden aufgenommen,
ohne dass neue Schäden im frischen Putz auftreten.
Innendämmung: Energetik unsichtbar gelöst
Das Herzstück dieser Altbausanierung. Wo außen nichts geht, dämmen wir innen.
Und zwar so, dass Feuchtigkeit keine Chance hat.
+ High-Tech an der Wand: Knapp 300 Quadratmeter hydrophile Innendämmplatten
(50 mm) verbaut. Diese nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie kontrolliert wieder
ab – kapillaraktiv, feuchtetolerant, energetisch wirksam.
+ Sicher bei Salz und Nässe: In den stark beanspruchten Bereichen im Erdgeschoss haben wir gut 130 Quadratmeter speziellen Sanierputz aufgetragen. Das zieht die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk und verhindert Ausblühungen.
+ Detailarbeit an den Leibungen: Über 170 Meter Fenster- und Türleibungen wurden
mit Wärmedämmputz versehen. Das killt jede Kältebrücke.
Malerarbeiten: Das perfekte Finish im Innenraum
Auch im Inneren muss ein Rathaus repräsentieren. Unser Maler-Team hat dafür gesorgt, dass die Oberflächen der Bedeutung des Hauses gerecht werden.
Innen wurden auch die Malerarbeiten ausgeführt (verantwortlich: René Rerat) – Innenwände mit atmungsaktiver Silikatfarbe gestrichen.
+ Spiegelglatt auf 1.117 m²: Wände auf Q3-Standard geglättet und mit edlem Kalkglattputz veredelt. Das sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt für ein gesundes Raumklima.
+ Wände, die atmen: Die Innenwände haben wir mit atmungsaktiver Silikatfarbe gestrichen – mineralisch, diffusionsoffen und exakt auf den Kalk-Renovierputz abgestimmt. Feuchtigkeit kann entweichen, das Raumklima bleibt gesund.
+ Moderne Akustik im Ratssaal: Historische Räume hallen oft. Mit 366 Quadratmetern neu beschichteten Akustikdecken haben wir für ein ruhiges Arbeitsumfeld gesorgt.
+ Alte Schätze restauriert: Gusseiserne Geländer und hölzerne Handläufe wurden schonend aufgearbeitet und neu beschichtet – Originalsubstanz erhalten, nicht ersetzt.
Projektdaten im Überblick
| Fassadensanierung | 696 m² Festigung auf Silikatbasis, Kalk-Renovierputz WA |
| Stuckateurarbeiten | 781 m Anarbeiten an architektonischen Gliederungselementen |
| Risssanierung | 47 m baudynamische Risse mit Trennvlies & Putzträger |
| Innendämmung | 291 m² hydrophile 50-mm-Platten, kapillaraktiv |
| Sanierputzsystem | 128 m² mehrlagig im salzbelasteten Sockelbereich |
| Innenwände | 1.117 m² Kalkglattputz im 3-Schicht-Aufbau, Q3-Qualität |
| Innenanstrich | Innenwände mit atmungsaktiver Silikatfarbe, mineralisch & diffusionsoffen |
| Akustikdecke | 366 m² Decken-Beschichtung für Ratssaal & Büros |
| Historische Details | Geländer Gusseisen + Holz, Handlauf restauriert |
Warum Heinrich Schmid Offenburg
Denkmal heißt: kein zweiter Versuch. Wir bringen über 120 eigene Fachhandwerker und 12 Handwerksmeister an einen Tisch – Stuckateure, Maler, Trockenbauer und Energetik-Spezialisten unter einem Dach. Ein Ansprechpartner steuert alle Gewerke, ein Team haftet für das Ergebnis. Keine Subunternehmer-Kette, keine Schnittstellen-Verluste. So bleibt historische Substanz erhalten und moderne Technik unsichtbar – termintreu und nachvollziehbar kalkuliert.
Denkmalgerechte Altbausanierung im gesamten Ortenaukreis
Vom Kinzigtal bis an die Hauptachse: Heinrich Schmid Offenburg saniert, dämmt und gestaltet in Offenburg, Lahr, Kehl, Achern, Oberkirch, Ettenheim, Rheinau, Gengenbach, Zell am Harmersbach und Renchen – und im gesamten Ortenaukreis. Was in Zell am Harmersbach gelang, setzen wir auch bei Ihrem Projekt um: denkmalgerecht, termintreu, aus einer Hand.
Häufige Fragen zur denkmalgerechten Altbausanierung
| Wie dämmt man ein denkmalgeschütztes Gebäude, ohne die Fassade zu verändern? |
| Über eine Innendämmung. Beim Rathaus Zell am Harmersbach kamen kapillaraktive Innendämmplatten zum Einsatz, die Feuchtigkeit aufnehmen und kontrolliert wieder abgeben. So bleibt die historische Fassade unangetastet und der Energieverbrauch sinkt trotzdem deutlich. |
| Was ist eine kapillaraktive Innendämmung? |
| Eine feuchtetolerante Dämmung von der Innenseite der Außenwand. Das Material nimmt anfallende Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, statt sie im Mauerwerk einzuschließen. Dadurch entsteht keine Schimmelgefahr, und das Gebäude bleibt diffusionsoffen. |
| Ist eine energetische Sanierung bei Ensembleschutz erlaubt? |
| Ja. Wenn die äußere Erscheinung unverändert bleibt, ist die energetische Ertüchtigung von innen mit den Denkmalbehörden abstimmbar. In Zell am Harmersbach wurde die Fassade vollständig erhalten, die Dämmung erfolgte unsichtbar im Inneren. |
| Wer hat das Rathaus Zell am Harmersbach saniert? |
| Die Sanierung führte Heinrich Schmid Offenburg aus – mit eigenen Stuckateuren, Malern und Energetik-Fachleuten unter einem Dach. Architekt des Projekts war Jürgen Strolz, die Einweihung erfolgte im Juli 2024. |








