Auf der ehemaligen Rennstrecke in Leonberg wurde geschraubt und gewerkelt
Lass das mal die zwei Franken machen
Effiziente Sanierung auf dem Verkehrsübungsplatz Leonberg dank dem Einsatz von Lean Construction
Auf der ehemaligen Rennstrecke in Leonberg wurde geschraubt und gewerkelt – aber nicht an Motoren, sondern im Innen- und Außenbereich der zum Teil historischen Gebäude. Der jetzige Verkehrsübungsplatz wurde umfassend saniert, darunter der Start-Ziel-Turm, die ehemalige Boxengasse sowie zwei weitere Gebäude. Auch die komplette Infrastruktur und der Fahrbahnbelag wurden erneuert.
Der HS Standort Reutlingen betreute hierbei unter der Führung von Bauleiter René-Pascal Speidel das Projekt als Generalunternehmer. Dabei wurden die Gewerke Maler, Trockenbau, Fliesenleger, Bodenleger und WDVS von internen Kollegen durchgeführt. „Schwierige Rahmenbedingungen und ein straffer Zeitplan für viele Gewerke“, fasst der Bauleiter die größten Herausforderungen zusammen. Die Lösung: das Last-Planner®-System. Lean-Manager Michael Reinhoffer erklärt: „Am wöchentlichen Jour fixe nimmt jeweils die Person teil, die die Arbeiten für das jeweilige Gewerk auf der Baustelle koordiniert. Auf wiederverwendbaren Plantafeln werden die nächsten vier Wochen visualisiert und gemeinsam durchgesprochen. Die durchzuführenden Arbeiten sowie notwendige Vorleistungen werden auf farbigen Post-its festgehalten und auf den Plantafeln verortet. Im Anschluss daran stellt jedes Gewerk diese den anderen Teilnehmern der Besprechung vor. Neben der Vier-Wochen-Vorschau wird zudem eine Aufgaben- und Klärungsliste geführt.
Die verantwortliche Person nennt uns ein realistisches Zeitfenster, in dem sie diese erledigen kann. Dies sorgt nicht nur für Verbindlichkeit im Projekt, sondern auch für ein hindernisfreies Arbeiten.“ So werden alle Gewerke – intern und extern – an einen Tisch gebracht. „Diese enge Abstimmung sorgt dafür, dass Schnittstellen für alle direkt sichtbar ~und~ sind, Engpässe frühzeitig erkannt und gemeinsam im Team gelöst werden können“, betonen die beiden. Obwohl im Projekt hoher Zeitdruck herrschte, konnten die Arbeiten dank dieses Systems rechtzeitig ausgeführt werden. Damit ist es den beiden Franken – René- Pascal Speidel und Michael Reinhoffer – zu verdanken, dass ab Sommer 2025 wieder Fahrschüler über die Strecke fahren können und Besucher das Treiben vom sanierten Start- und Zielturm aus jederzeit überblicken können.