Eine Familie, viele Karrierewege.
Familienbetrieb
Gleich 14 Mitglieder dieser Familie arbeiten bei Heinrich Schmid – hier berichten einige von ihrer Verbundenheit, die Generationen und Standorte überbrückt
Ob in München oder Wiesbaden, auf Baustellen oder im Büro, als Abteilungsassistentin oder Fassadenbauer – die Familie von Nikola Mihaljevic ist bei Heinrich Schmid in vielen Regionen und Funktionen zu finden. Er machte 1992 den Anfang: Ohne Vorerfahrung und mit wenig Deutschkenntnissen schleppte er auf seiner ersten Baustelle, einem Münchner Dachgeschoss, Trockenbauplatten. „Als ich nach einer Woche selbst schrauben durfte, war das ein Highlight für mich“, erinnert er sich vergnügt. Aus dem Helfer von damals wurde ein erfahrener Facharbeiter. Heute leitet er den Münchner Trockenbau-Standort. „Ich komme jeden Tag gern zur Arbeit – seit 33 Jahren.“ Als Nächster folgte vor zehn Jahren Ante, der Schwiegersohn von Nikolas Schwester. Über Empfehlungen im Familienkreis fanden seither weitere Verwandte, zum Beispiel Mate, Miran und dessen Sohn Jakov, ihren Platz in verschiedenen Handwerkerteams bei HS. Parallel wuchs die „Büro-Linie“ der Familie. Julia Visevic suchte 2019 einen Ausbildungsbetrieb. Über einen Tipp ihres Onkels Nikola kam sie zu HS Emmering – heute ist sie dort Abteilungsassistentin. Ihre Mutter Bozidarka ließ sich davon inspirieren: „Als Julia mir erzählte, dass der Münchner Standort Rebel Assistentinnen sucht, habe ich mich als Seiteneinsteigerin beworben.“ In wenigen Jahren gelang ihr bei Rebel der Aufstieg bis hin zur Niederlassungsassistentin. Ihr Sohn Jure folgte ihr kürzlich an den Standort. „Ich wusste von ihr, dass man hier gut vorankommen kann und es sehr familiär zugeht – auch unter den Kollegen, die nicht unsere Familienmitglieder sind“, sagt er und lacht. Jure ist mit Nikolas Sohn Antonio befreundet, der nach seiner Groß- und Außenhandelslehre Baustellenpraxis sammeln wollte. Also fing Antonio am Standort seines Vaters als Helfer an. Heute führt er dort als Bauleiter ein kleines Team. „Nächstes Jahr gehe ich die Meisterschule an.“ Weitere Familienmitglieder arbeiten bei HS Wiesbaden, Ludwigsburg und Riederich. Wenn alle bei Geburtstagen und Hochzeiten aufeinandertreffen, kommen natürlich immer wieder Arbeitsthemen auf den Tisch. „Es fällt uns schwer, über anderes zu reden“, gibt Nikola lachend zu. Bozidarka half genau dies beim Einstieg: „Ich habe mir tagsüber alle Fragen notiert, die sich mir im Büro stellten. Und abends zu Hause hat mir Julia Nachhilfe gegeben.“ Julia sagt: „Heute hilft mir manchmal umgekehrt meine Mutter weiter.“ Wenn die halbe Familie im selben „Laden“ arbeitet, vermischen sich Berufliches und Privates mitunter. Die Geschichten von Bozidarka, Julia, Ante, Antonio und den anderen zeigen: Das kann ein Gewinn für alle sein.